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Männchen
Weibchen
Eier
Larve
Larve
Männliche Puppe
Weibliche Puppe in geöffneter Puppenkammer
Reich: Animalia Linnaeus, 1758 - Tiere
Unterreich: Eumetazoa Bütschli, 1910 - Gewebetiere
Stamm: Arthropoda Latreille, 1829 - Gliederfüßer
Unterstamm: Hexapoda Blainville, 1816 - Sechsfüßer
Klasse: Insecta Linnaeus, 1758 - Insekten
Ordnung: Coleoptera Linnaeus, 1758 - Käfer
Unterordnung: Polyphaga Emery, 1886
Unterstordnung: Scarabaeiformia Crowson, 1960
Überfamilie: Scarabaeoidea Latreille, 1802
Familie: Lucanidae Latreille, 1804 - Schröter
Gattung: Lucanus Scopoli, 1763
Unterfamilie: Lucaninae Latreille, 1804
Gattung: Lucanus Scopoli, 1763
Untergattung: Lucanus Scopoli, 1763
Art: Lucanus (Lucanus) cervus (Linnaeus, 1758) - Hirschkäfer
Der Hirschkäfer ist mit bis zu 80 Millimetern der größte einheimische Käfer.Wobei die Größe sowohl beim Männchen als auch beim Weibchen stark variiert. Das Männchen wird zwischen 30 und 80 Millimeter groß, das Weibchen zwischen 30 und 50 Millimeter. Die Größe des Käfers ist nicht altersabhängig, sondern hängt von der Ernährung während der Larvenzeit ab. Die Flügeldecken und bei den Männchen die Geweihe, die in der Regel dieselbe Farbe haben wie die Flügeldecken, sind dunkel- bis rotbraun. Der Kopf, das Halsschild, die Beine, die Unterseite und die Fühler sind schwarz. Die an der Keule gefiederten Fühler sind gekniet.
Zur Ablage der sieben bis 28 Eier bevorzugt der Hirschkäfer den Wurzelbereich abgestorbener Alteichen. Wichtiger als die Baumart ist jedoch das durch Pilze bewirkte Zersetzungsstadium des Holzes. Nach 14 bis 20 Tagen schlüpfen die Larven. Sie ernähren sich anfangs von Humusteilchen; später von morschem, verpilztem Holz, wobei die Eiche bevorzugt wird. Sie erreicht eine Körperlänge von bis zu elf Zentimetern. Die Entwicklung der Larve dauert, je nach Nahrungsangebot, zwischen drei bis acht Jahren. Im Frühjahr des letzten Jahres verpuppt sich die Larve in der "Puppenwiege /-kammer", die sie etwa 15 bis 20 Zentimeter tief in der Erde baut. Diese Kammer, die aus Erde und Mulm gefertigt wird, ist etwa so groß wie ein Hühnerei und mit Nahrungbrei und Sekreten gefüllt. Nach etwa sechs Wochen schlüpft der Käfer, der von Ende Mai bis September fliegt. Er wird lediglich zwischen 28 und 56 Tage alt.
Den Namen Köhler hat der Käfer dem Umstand zu verdanken, dass seine hohlen Geweihzangen beim Überfliegen eines Feuers in der Abenddämmerung oder Dunkelheit, so stark leuchten, dass es aussieht, als würde er glühende Kohlen tragen.
Von den zwei bekannten Unterarten kommt nur Lucanus (Lucanus) cervus cervus (Linnaeus, 1758) in Deutschland vor. Die zwei Unterarten sind:
Albanien, Belgien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Georgien, Griechenland, Großbritanien, Iran, Israel, Italien, Jugoslawien, Kasachstan, Kroatien, Lettland, Lichtenstein, Litauen, Luxemburg, Moldavien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Syrien, Tschechien, Türkei, Ukraine, Ungarn und Weißrussland.
Nach Köhler & Klausnitzer (1998) ist der Schwarzer Schneckenjäger in allen Bundesländern nachgewiesen.
| Datum | nächster Ort | Messtischblatt TK 25 |
Bemerkungen | |||
| 28.05.2006 | Speyer | 6716 | Insel Horn - Männchen | |||
| 04.06.2010 | Ottersheim | 6715 | Waldrand - Weibchen | |||
| 29.07.2011 | Bötzingen | 7912 | Vogelsangpass Richtung Eichelspitze - Männchen |
Weitere Bilder dieser Art finden Sie in der Bildergalerie.
Linnaeus, C. (1758): Systema naturae per regna tria naturae, secundum classes, ordines, genera, species, cum characteribus, differentiis, synonymis, locis, Tomus I, Editio decima, reformata, Holmiae, Laurentii Salvii, S. 353
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