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Die heimischen Schröter vorgestellt von Frank Dickert

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Die Familie der Schröter - Lucanidae Latreille, 1804

Beschreibung

Die Schröter werden zwischen zehn bis 120 Millimeter groß. Die letzten drei bis sechs Glieder ihrer Fühler sind blattartig verbreitert. Die Männchen unterscheiden sich durch ihre wesentlich größere Körpergröße und Mundwerkzeuge stark von den Weibchen (Sexualdimorphismus). Die Schröter ernähren sich von ausfließenden Baumsäften insbesondere von Eichen. Die Larven dagegen leben an den Wurzeln abgestorbener Laubbäume. Ihre Entwicklung dauert meist mehrere Jahre. Sie verpuppen sich in einem aus Holz- und Erdteilen gefertigten Gehäuse. Alle in Deutschland Arten sind gesetzlich besonders geschützt.

Systematische Einordnung

Reich: Animalia Linnaeus, 1758 - Tiere
Unterreich: Eumetazoa Bütschli, 1910 - Gewebetiere
Stamm: Arthropoda Latreille, 1829 - Gliederfüßer
Unterstamm: Hexapoda Blainville, 1816 - Sechsfüßer
Klasse: Insecta Linnaeus, 1758 - Insekten
Ordnung: Coleoptera Linnaeus, 1758 - Käfer
Unterordnung: Polyphaga Emery, 1886
Unterstordnung: Scarabaeiformia Crowson, 1960
Überfamilie: Scarabaeoidea Latreille, 1802
Familie: Lucanidae Latreille, 1804 - Schröter

Die weltweit etwa 1.200 bekannten Arten gliedern sich in Europa in sechs Gattungen mit 14 Arten. In Deutschland sind die folgenden sechs Gattungen mit sieben Arten nachgewiesen:

  • Aesalus Fabricius, 1801
    • Aesalus scarabaeoides (Panzer, 1794) - Schwarzbrauner Kurzschröter
  • Ceruchus MacLeay, 1819
    • Ceruchus chrysomelinus (Hochenwarth, 1785) - Rindenschröter
  • Dorcus MacLeay, 1819
    • Dorcus parallelipipedus (Linnaeus, 1758) - Balkenschröter
      Balkenschröter
       Bildergalerie mit 15 Bildern
       
  • Lucanus Scopoli, 1763
  • Platycerus Geoffroy, 1762
    • Platycerus caprea (De Geer, 1774) - Großer Rehschröter
    • Platycerus caraboides (Linnaeus, 1758) - Kleiner Rehschröter
      Kleiner Rehschröter
       Bildergalerie mit 7 Bildern
       
  • Sinodendron Hellwig in Schneider, 1791
    • Sinodendron cylindricum (Linnaeus, 1758) - Kopfhornschröter

Verbreitung

Albanien, Belgien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritanien, Irland, Italien, Jugoslawien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Mazedonien, Moldavien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Türkei, Ukraine, Ungarn, Weißrussland und Zypern. Neben Europa findet man diese Familie auch im Nahen Osten, Nordafrika und der östlichen Paläarktis.

Quellen

  • Bellmann, H.; Honomichl, K. (2007): Biologie und Ökologie der Insekten, ein Taschenlexikon, Begründet von Werner Jacobs und Maximilian Renner, 4. Auflage überarbeitet von Heiko Bellmann, mit einem Geleitwort von Karl von Frisch, München, Elsevier GmbH, Spektrum Akademischer Verlag, ISBN 978-3-8274-1769-5, S. 352-353
  • Fauna Europaea Version 2.2 vom 3. Juni 2010: Lucanidae - Grundlage für die systematische Einordnung und für die Verbreitung der Familie.
  • Reitter, E. (1909): Fauna Germanica, Die Käfer des Deutschen Reiches, Bande 2, Stuttgart, K. G. Lutz Verlag, S. 298-300

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