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Die heimischen Buckelzikaden vorgestellt von Frank Dickert

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Die Familie der Buckelzikaden - Membracidae Rafinesque, 1815

Weitere Namen

  • Buckelzirpen

Beschreibung

Am großen, buckelartigen hochgewölbten Rückenschild befindet sich ein nach hinten gerichteter Fortsatz, der verschiedene, bei tropischen Arten auch bizarre, Formen haben kann. Er liegt über den hinteren Brustabschnitten und dem Hinterleib. Oft weist auch der Halsschild (Pronotum) merkwürdige Formen durch verschiedene zum Teil sehr komplexe und ausladende Fortsätze auf, die teilweise den Körper an Größe übertreffen.

Systematische Einordnung

Reich: Animalia Linnaeus, 1758 - Tiere
Unterreich: Eumetazoa Bütschli, 1910 - Gewebetiere
Stamm: Arthropoda Latreille, 1829 - Gliederfüßer
Unterstamm: Hexapoda Blainville, 1816 - Sechsfüßer
Klasse: Insecta Linnaeus, 1758 - Insekten
Ordnung: Hemiptera Linnaeus, 1758 - Schnabelkerfe
Unterordnung: Cicadomorpha Evans, 1946 - Rundkopfzikaden
Überfamilie: Membracoidea Rafinesque, 1815
Familie: Membracidae Rafinesque, 1815 - Buckelzikaden

Von den über 3.000 beschriebenen Arten die es weltweit gibt sind in Europa fünf und in Deutschland die folgenden drei Arten, die sich in zwei Unterfamilien mit drei Gattungen gliedern, nachgewiesen:

Unterfamilie Centrotinae Amyot & Serville, 1843

  • Centrotus Fabricius, 1803
    • Centrotus cornutus (Linnaeus, 1758) - Dornzikade
      Dornzikade
       Bildergalerie mit 3 Bildern
       
  • Gargara Amyot & Serville, 1843
    • Gargara genistae (Fabricius, 1775) - Ginsterzikade

Unterfamilie Smiliinae Stål, 1869

Verbreitung

Albanien, Belgien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritanien, Italien, Jugoslawien, Kroatien, Lettland, Litauen, Mazedonien, Moldavien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Türkei, Ukraine, Ungarn und Weißrussland. Neben Europa findet man diese Familie auch in der Äthiopis, im Nahen Osten, der Nearktis, Nordafrika, der östlichen Paläarktis und in der Orientalis.

Quellen

  • Bellmann, H.; Honomichl, K. (2007): Biologie und Ökologie der Insekten, ein Taschenlexikon, Begründet von Werner Jacobs und Maximilian Renner, 4. Auflage überarbeitet von Heiko Bellmann, mit einem Geleitwort von Karl von Frisch, München, Elsevier GmbH, Spektrum Akademischer Verlag, ISBN 978-3-8274-1769-5, S. 385-386
  • Biedermann, R. & Niedringhaus, R. (2004): Die Zikaden Deutschlands, Bestimmungstafeln für alle Arten, Scheeßel, Wissenschaftlich Akademischer Buchvertrieb-Fründ, ISBN 3-00-012806-9, S. 46
  • Fauna Europaea Version 2.4 vom 27. Januar 2011: Membracidae - Grundlage für die systematische Einordnung und für die Verbreitung der Familie
  • Friese, G. (1970): Insekten, Taschenlexikon der Entomologie unter besonderer Berücksichtigung der Fauna Mitteleuropas, 2. erweiterte Auflage, Leipzig, VEB Bibliographisches Institut, S. 64
  • Günther, K. (1971): in Neue Grosse Tier-Enzyklopädie, Das Urania Tierreich in 6 Bänden, Band 4 Insekten, Leipzig-Jena-Berlin, Urania-Verlag, S. 174-175
  • Holzinger, W. E., Kammerlander, I., Nickel, H. (2003): The Auchenorrhyncha of Central Europe - Die Zikaden Mitteleuropas. Volume 1: Fulgoromorpha, Cicadomorpha excl. Cicadellidae. (zweisprachig Englisch / Deutsch), Leiden, Brill Academic Publishers, ISBN 9-00-412895-6, S. 523-530
  • Remane, R. & Wachmann, E. (1993): Zikaden kennenlernen - beobachten, Augsburg, Naturbuch-Verlag, ISBN 3-89440-044-7, S. 151
  • Sauer, F. (1996): Sauers Naturführer, Wanzen und Zikaden nach Fotos erkannt, Nottuln, Fauna Verlag, ISBN 3-923010-12-5, S. 27
  • Schaefer, M. (2006): Brohmer - Fauna von Deutschland, 22. Auflage, Wiebelsheim, Quelle & Meyer Verlag, ISBN 3-494-01409-4, S. 302

* Das Jahr der Erstbeschreibung ist in der Fauna Europaea mit 1864 angegeben und es wird auf folgende Quelle verwiesen: Stål, C. (1864): Hemiptera mexicana enumeravit speciesque novas descripsit (Continuatio), Stettiner Entomologische Zeitung 25. Jahrgang, S. 49-86
Da die Gattung in dieser Quelle jedoch nicht beschrieben wird verwende ich das Jahr 1869, dass u.a. in der Nomenclator Zoologicus verwendet wird.

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