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Die Tiere dieser Familie sind in Europa zwischen zwölf bis 16 Millimeter groß und haben einen kurzen, rundlichen und abgeflachten Körper. Die Fühler sind sehr kurz und von oben nicht sichtbar. Die Punktaugen (Ocelli) fehlen, das hellbraune Schildchen (Scutellum) ist klein mit einem trapetzförmigen Muster. Die Hinter- und in geringerem Maße auch die Mittelbeine sind mit Schwimmhaaren besetzt. Die Vorderbeine haben sich zu Fangbeinen mit verdickten Schenkeln (Femur) entwickelt mit denen die Beute ergriffen und festgehalten wird. Obwohl die Flügel voll entwickelt sind können die Tiere dieser Familie aufgrund der schwach ausgebildeten Flugmuskulatur nicht fliegen. Daher erfolgt ihre Ausbreitung durch nächtliche Wanderungen. Die Schwimmwanzen haben im Gegensatz zu anderen Wasserwanzen kein Atemrohr am Hinterleibsende. Sie tragen den Luftvorrat unter den Flügeldecken und an der Körperunterseite. Die Schwimmwanzen leben in stehenden Gewässern und ernähren sich räuberisch. Die Larven fressen Mückenlarven, Wasserflöhen, Larven anderer Insekten und kleine wirbellose Tiere. Die erwachsenen Tier (Imago) fressen zusätzlich auch Amphibienlarven, Kaulquappen nund kleine Fische. Die Beute wird durch einen Stich mit dem Rüssel, der auch für Menschen schmerzhaft ist, getötet. Während der Fortpflanzungsperiode im Frühjahr zirpen die Männchen. Die Eiablage in Pflanzen erfolgt mittels Legebohrer. Die Larven entwickeln sich innerhalb von vier bis fünf Wochen über fünf Larvenstadien zum erwachsenen Tier (Imago). Die Überwinterung erfolgt als Imago. Die Schwimmwanzen sind sehr nahe mit den Grundwanzen (Aphelocheiridae) verwandt und werden von manchen Wissenschaftlern auch dieser Familie zugeordnet. Auf den ersten Blick können sie mit Schwimmkäfern verwechselt werden.
Reich: Animalia Linnaeus, 1758 - Tiere
Unterreich: Eumetazoa Bütschli, 1910 - Gewebetiere
Stamm: Arthropoda Latreille, 1829 - Gliederfüßer
Unterstamm: Hexapoda Blainville, 1816 - Sechsfüßer
Klasse: Insecta Linnaeus, 1758 - Insekten
Ordnung: Hemiptera Linnaeus, 1758 - Schnabelkerfe
Unterordnung: Heteroptera Latreille, 1810 - Wanzen
Unterstordnung: Nepomorpha Popov, 1968
Überfamilie: Naucoroidea Falln, 1814
Familie: Naucoridae Leach, 1815
Weltweit ist diese Familie mit über 300 Arten vertreten. Diese gliedern sich in Europa in eine Unterfamilie mit zwei Gattungen und zwei Arten. In Deutschland ist die folgende Unterfamilie mit einer Gattung und einer Arten nachgewiesen:
Die weitere europäischeGattung ist:
Albanien, Belgien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Frankreich, Griechenland, Großbritanien, Italien, Jugoslawien, Kroatien, Lettland, Lichtenstein, Litauen, Luxemburg, Mazedonien, Moldawien, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Türkei, Ukraine, Ungarn und Weißrussland. Neben Europa findet man diese Familie auch im Nahen Osten, Nordafrika und in der östlichen Paläarktis.
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