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Die heimischen Finsterspinnen vorgestellt von Frank Dickert

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Die Familie der Finsterspinnen - Amaurobiidae Thorell, 1870

Systematische Einordnung

Reich: Animalia Linnaeus, 1758 - Tiere
Unterreich: Eumetazoa Bütschli, 1910 - Gewebetiere
Stamm: Arthropoda Latreille, 1829 - Gliederfüßer
Unterstamm: Chelicerata Heymons, 1901 - Kieferklauenträger
Klasse: Arachnida Cuvier, 1812 - Spinnentiere
Unterklasse: Micrura Pocock, 1892
Unterstklasse: Megoperculata Börner, 1902
Ordnung: Araneae Clerck, 1758 * - Webspinnen
Unterordnung Labidognatha
Familie: Amaurobiidae Thorell, 1870 - Finsterspinnen

Weltweit ist diese Familie mit etwa 874 Arten vertreten. In Europa sind sieben Gattungen mit 72 Arten und in Deutschland die folgenden vier Gattungen mit zwölf Arten nachgewiesen:

  • Amaurobius C. L. Koch, 1837
    • Amaurobius crassipalpis Canestrini & Pavesi, 1870
    • Amaurobius fenestralis (Ström, 1768)
    • Amaurobius ferox (Walckenaer, 1830) - Kellerspinne
      Kellerspinne - Weibchen
       Bildergalerie mit 6 Bildern
       
    • Amaurobius jugorum L. Koch, 1868
    • Amaurobius obustus L. Koch, 1868
    • Amaurobius pallidus L. Koch, 1868
    • Amaurobius similis (Blackwall, 1861)
  • Callobius Cambberlin, 1947
    • Callobius claustrarius (Hahn, 1833)
  • Coelotes Blackwall, 1841
    • Coelotes atropos (Walckenaer, 1830)
    • Coelotes solitarius L. Koch, 1868
    • Coelotes terrestris (Wider, 1834) - Erdfinsterspinne
      Erdfinsterspinne
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  • Eurocoelotes Wang, 2002
    • Eurocoelotes inermis (L. Koch, 1855) - Kleine Erdfinsterspinne
      Kleine Erdfinsterspinne - Jungtier
       Bildergalerie mit 4 Bildern

Die weiteren europäischen Gattungen sind:

  • Arctobius Lehtinen, 1967
  • Pireneitega Kishida, 1955
  • Urocoras Ovtchinnikov, 1999

Verbreitung

Albanien, Andorra, Belgien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritanien, Irland, Italien, Jugoslawien, Kroatien, Lettland, Lichtenstein, Luxemburg, Malta, Mazedonien, Moldavien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ukraine, Ungarn und Weißrussland.

Quellen

  • Bährmann, R. (2005): Bestimmung wirbelloser Tiere, Bildtafeln für zoologische Bestimmungsübungen und Exkursionen, 4. überarbeitete und ergänzte Auflage, München, Elsevier GmbH, Spektrum-Akademischer Verlag, ISBN 3-8274-1603-5, S. 32
  • Bellmann, H. (2006): Kosmos-Atlas Spinnentiere Europas, Extra: Süßwasserkrebse, Asseln, Tausendfüßer, 3. Auflage, Stuttgart, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG, ISBN 3-440-10746-9, S. 46-49
  • Blick, T.; Bosmans, R.; Buchar, J.; Gajdos, P.; Hänggi, A.; Van Helsdingen, P.; Ruzicka, V.; Starega W. & Thaler K. (2004): Checkliste der Spinnen Mitteleuropas, Checklist of the spiders of Central Europe, (Arachnida: Araneae), Version 1. Dezember 2004, S. 33
  • Crome, W. (1971): in Neue Grosse Tier-Enzyklopädie, Das Urania Tierreich in 6 Bänden, Band 6 Wirbellose Tiere (2), Leipzig-Jena-Berlin, Urania-Verlag, S. 209-210
  • Fauna Europaea Version 2.2 vom 3. Juni 2010: Amaurobiidae - Grundlage für die systematische Einordnung und für die Verbreitung der Familie innerhalb Europas
  • Platnick, N. I. (2010): Amaurobiidae in The World Spider Catalog, American Museum of Natural History, Version 11.0 - Grundlage für die Artenzahl weltweit
  • Schaefer, M. (2006): Brohmer - Fauna von Deutschland, 22. Auflage, Wiebelsheim, Quelle & Meyer Verlag, ISBN 3-494-01409-4, S. 152

* Oft zitiert als "Clerck, 1757", aber nach Artikel 3 der "Internationalen Regeln für die Zoologische Nomenklatur" wurde der Beginn für die zoologische Systematik auf den 1. Januar 1758 festgelegt. Ferner wurde festgelegt, dass sowohl Linnaeus's 10. Ausgabe der Systema Naturae als auch Clerck's Aranei Svecici und die darin verwendeten Namen auf das Datum 1. Januar 1758 gesetzt werden. Da Clerck's Aranei Svecici aber schon 1757 erschien haben die darin enthaltenen Namen Vorrang vor den von Linnaeus in der 10. Ausgabe der Systema Naturae verwendeten.

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