Die Wespenspinne vorgestellt von Frank Dickert

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Die Wespenspinne - Argiope bruennichi (Scopoli, 1772)

Spinne des Jahres 2001

Die Wespenspinne auch Zebraspinne oder Seidenbandspinne gehört zur Familie der Radnetzspinnen (Araneidae).

Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom Mittelmeerraum bis an die asiatische Pazifikküste.

Die Weibchen mit ihrem gelb-weißen Hinterleib, der mit den schwarzen Querbinden an eine Wespe erinnert, sind unverwechselbar. Die Beine sind deutlich hell - dunkel gezeichnet. Die Männchen sind dagegen hellbraun mit undeutlicher dunkler Zeichnung. Das Weibchen erreicht eine Körperlänge zwischen 14 und 17 Millimeter, das Männchen wird dagegen höchstens sechs Millimeter groß.

Zwischen Ende Juli und Mitte August findet die Paarung der Wespenspinnen statt. Die kleinen Männchen begeben sich, beständig artspezifisch an den Fäden zupfend, auf die Peripherie des von einem Weibchen besetzten Netzes, um schließlich mit ihm zu kopulieren. Nach der Paarung werden etwa 80 % der Männchen von den Weibchen gefressen. Diese legen ab Ende August ihre bis zu 300 Eier in einem krugförmigen, bräunlichen Kokon ab. Die Kokons sind zwischen 11 und 28 Millimeter breit und zwischen 12 und 32 Millimeter hoch. Das Weibchen stirbt kurz nach der Fertigstellung des Kokons. Nach kurzer Zeit schlüpfen die Jungspinnen aus den Eiern. Sie überwintern aber noch im Kokon. Bei entsprechender Witterung verlassen die Jungspinnen ab Mitte Mai den Kokon. Nach neun bis zwölf Häutungen erreichen die Tiere im Juli die Geschlechtsreife.

Hinweis: Auch die Wespenspinne produziert, wie fast alle Spinnen, ein Gift, das zum Töten der Beute dient. Dieses Gift ist, mit Ausnahme von Allergikern, für den Menschen nicht gefährlich. Allerdings kann es in seltenen Fällen durch den Biss zu einer Blutvergiftung kommen.

Bilder

Weitere Bilder der Wespenspinne finden Sie in der Bildergalerie.

Quellen

Seitenhistorie

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