Die Rote Dornwurmwespe vorgestellt von Frank Dickert

Sie befinden sich hier: Die heimische FaunaGewebetiereGliederfüßerSechsfüßerInsektenHautflüglerDornwurmwespen → Rote Dornwurmwespe

Die Rote Dornwurmwespe - Ibalia (Ibalia) leucospoides (Hochenwarth, 1785)

Rote Dornwurmwespe
Rote Dornwurmwespe
Ibalia (Ibalia) leucospoides
(Hochenwarth, 1785)
Quelle: siehe Bildnachweis

Name der Erstbeschreibung

Weitere Namen

Systematische Einordnung

Reich: Animalia Linnaeus, 1758 - Tiere
Unterreich: Eumetazoa Bütschli, 1910 - Gewebetiere
Stamm: Arthropoda Latreille, 1829 - Gliederfüßer
Unterstamm: Hexapoda Blainville, 1816 - Sechsfüßer
Klasse: Insecta Linnaeus, 1758 - Insekten
Ordnung: Hymenoptera Linnaeus, 1758 - Hautflügler
Unterordnung: Apocrita Gerstaecker, 1867 - Taillenwespen
Überfamilie: Cynipoidea Latreille, 1802 - Gallwespenartige
Familie: Ibaliidae - Dornwurmwespen
Gattung: Ibalia Latreille, 1802
Untergattung: Ibalia (Ibalia) Latreille, 1802
Art: Ibalia (Ibalia) leucospoides (Hochenwarth, 1785) - Rote Dornwurmwespe

Beschreibung

Die Körperlänge der Roten Dornwurmwespe beträgt zwischen sieben und zwölf Millimeter. Sie ist in Mitteleuropa, bis auf den roten Hinterleib, schwarz. Im östlichen Russland und in Japan ist Hinterleib dagegen schwarz. Die Farbe der Beine ist variabel und reicht von schwarz über gelbbraun bis rot (Prpic-Schäper (2012)).

Biologie

Die Larven der Roten Dornwurmwespe leben als Parasiten in Larven von Holzwespen (Siricidae Billberg, 1820) der Gattungen Sirex, Urocerus und Xeris in Nadelholzwäldern (Blank (2001), Hansen (2010), Prpic-Schäper (2012), Sundukov (2018)). Blank (2001) weisst darauf hin, dass die Wirtslarven, die von Dornwurmwespen befallen sind, nur kurze, drei bis fünf Millimeter, lange Gänge bohren.
Die ausgewachsenen Tiere (Imagos) findet man, wie ihre Wirte auch, von Juli bis November. Die Weibchen der Roten Dornwurmwespe legen ihre Eier in die Eier oder Larven der Holzwespen. Der Lebenszyklus ist wahrscheinlich abhängig von dem der Wirtsart und kann zwischen zwei bis sechs Jahren betragen (Prpic-Schäper (2012)).

Folgende Wirte sind bekannt:

Taxonomie

Ibalia (Ibalia) leucospoides gliedert sich in die folgenden Unterarten:

Verbreitung

Belgien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien, Ungarn und Zypern. Neben Europa findet man diese Art auch in der Nearktis, Nordafrika und der östlichen Paläarktis.

Hansen (2010) nennt zudem Finnland.

Sundukov (2018) nennt zudem Algerien, Argentinien, Australien, Bulgarien, Japan, Marokko, Neuseeland, Russland, Südkorea, Tschechien, Türkei, Tunesien und die Volksrepublik China.

Ibalia (Ibalia) leucospoides wurde in Neuseeland zwischen 1950 bis 1951 aus Großbritannien und nochmals zwischen 1966 bis 1968 aus Australien zur biologischen Schädlingsbekämpfung der eingeschleppten europäischen Holzwespe Sirex noctilio Fabricius, 1773 (Blaue Fichtenholzwespe) eingesetzt. In Neuseeland wurde Ibalia (Ibalia) leucospoides das erste mal 1957 in freier Wildbahn nachgewiesen. Inzwischen gilt sie in ganz Neuseeland als etabliert (Ward (2014)).

Verbreitung innerhalb Deutschlands

In Deutschland ist nur Ibalia (Ibalia) leucospoides leucospoides (Hochenwarth, 1785) nachgewiesen.

Bundesländer
Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Bremen
Hamburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Thüringen

nachgewiesen nachgewiesen
Karte: Wikimedia Commons, David Liuzzo

Bundesland   Status   Quelle
Baden-Württemberg     Blank (2001)
Bayern     Blank (2001)
Berlin     Blank (2001)
Brandenburg     Blank (2001)
Bremen     Blank (2001)
Hamburg     Blank (2001)
Hessen     Blank (2001)
Mecklenburg-Vorpommern     Blank (2001)
Niedersachsen     Blank (2001)
Nordrhein-Westfalen   k.N.   Blank (2001)
Rheinland-Pfalz   k.N.   Blank (2001)
Saarland   k.N.   Blank (2001)
Sachsen     Blank (2001)
Sachsen-Anhalt     Blank (2001)
Schleswig-Holstein     Blank (2001)
Thüringen     Blank (2001)

Legende:
k.N. keine Nachweise
Es werden folgende Zeithorizonte verwendet:
für Nachweise bis 1899
für Nachweise von 1900 - 1979
für Nachweise von 1980 - 2001
für Nachweise ab 2002

Bildnachweis

Ward (2014), S. 4, Figure 1 auf ResearchGate, Lizenz Creative Commons - Attribution Non-Commercial Share-Alike

Quellen

Seitenhistorie

Sollten Ihnen Fehler oder Links die nicht stimmen auffallen, bitte ich Sie, mich unter der E-Mail-Adresse Webmaster zu informieren. Auch konstruktive Kritik und Anregungen können Sie an diese Adresse senden.

Hier geht's zum Seitenanfang.

Valid HTML 4.01!Valid CSS!